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Einführung zum 5. Streichquartett


Ich wurde in meiner kompositorischen Lehrzeit sehr stark von einem Umfeld geprägt, in dem „Modernität“ und „Fortschritt“ eine wichtige Motivation war. Dementsprechend habe ich lange Zeit versucht, „zeitgenössischen“ und „progressiven“ Klangvorstellungen gerecht zu werden.

Im Lauf der letzten Jahre hat sich mein Zugang verändert. Ich habe wieder mehr traditionelle Musikstücke des 18., 19. und frühen 20. Jahrhunderts gehört und mich auch wieder mit ihren Klangbildern beschäftigt.

Das vorliegende fünfsätzige Streichquartett reflektiert diesen neuen wie alten Zugang: Ich habe wieder mit mehr Konsonanzen und milden Dissonanzen komponiert und in jedem der Sätze taucht eine musikalische Erinnerung in Form eines kurzen tonalen Klangschnipsels auf. Mein Bestreben war es, diese Reminiszenzen nicht plump und vorhersehbar, sondern feinsinnig und überraschend einzufügen, sodass sie mit „meiner“ Musik zu einer Einheit verschmelzen.


Appendix

Kompositionen:

5. Streichquartett